Der Ablauf der Woche für Klasse 8-10

Studienzeit

Was in Jahrgang 5-7 als eva-Zeit realisiert wird, findet seine Weiterführung in den Jahrgängen 8-10 in der Studienzeit. Diese 45 Minuten eigenständigen Arbeitens liegen ebenfalls innerhalb des Vormittages. Der wesentliche Unterschied zur eva-Zeit ist, dass die Schüler*innen ihren Arbeitsplatz im Gebäude selbst wählen und auch selbst entscheiden, ob sie die im Fachunterricht erteilten Aufgaben bearbeiten, Themen vor- oder nachbereiten oder für Tests und Klassenarbeiten üben. Es besteht zudem die Möglichkeit im Computerraum oder im SARA (Schülerarbeitsraum) mediengestützt zu arbeiten. In synchronisierten Fachsprechstunden stehen Fachlehrkräfte für Anliegen und Fragen zur Verfügung. Die Studienzeit knüpft somit an das Konzept des eigenverantwortlichen Arbeitens an, bietet den Schüler*innen weitere Freiheiten und nimmt sie gleichzeitig mehr in die Verantwortung.

Projektorientierter Unterricht am Gymnasium Hoheluft

1. Zielsetzungen

Am Gymnasium Hoheluft genießt die Ausgestaltung des projektorientierten Unterrichts in der Mittelstufe einen hohen Stellenwert. Gemäß dem Schulprofil liegt ein besonderes Augenmerk auf den Aspekten Themen statt Fächer, Individualisierung und Kompetenzentwicklung.

Themen statt Fächer
Wir schauen uns ein Thema von unterschiedlichen Seiten an und vertiefen es über die Sichtweisen der Gesellschaftswissenschaften und Naturwissenschaften. Dieser fächerübergreifende Ansatz fördert das vernetzte Denken bei den Schülerinnen und Schülern, und die Zusammenarbeit der Fächer verhindert inhaltliche Dopplungen.

Individualisierung
Alle Schülerinnen und Schüler verfügen über verschiedene Vorerfahrungen, Interessen und Fähigkeiten. Beim projektorientierten Unterricht nehmen sie ihr Lernen selbst in die Hand. Dabei folgen sie persönlichen Interessen und legen eine eigene Reihenfolge der Bearbeitung fest. Sie entscheiden zudem über verschiedene vertiefende Inhalte, über ihr individuelles Lerntempo und wählen zwischen verschiedenen Sozialformen wie Gruppenarbeit oder Partnerarbeit. Durch die eigenständige Arbeit werden ihnen eigene Stärken und Schwächen klarer.

Kompetenzentwicklung
Durch die Vielfalt der Perspektiven und der Sozial- und Aktionsformen werden auch verschiedene Kompetenzen weiter entwickelt. Neben der gesteigerten Fach- und Sachkompetenz (z.B. durch bessere Wahrnehmung von komplexen thematischen Zusammenhängen) machen die Schülerinnen und Schüler durch Kooperationen auch gemeinsame Lernerfahrungen (soziale Kompetenz). Sie erleben verschiedene Möglichkeiten der Ergebnispräsentation (z.B. Rollenspiel, Poster, Vortrag) und gewinnen dadurch weitere Sicherheit beim Auftreten vor der Gruppe und erleben spürbar was sie dazugelernt haben.

2. Fächerkooperationen und Projektthemen

Der fächerübergreifende projektorientierte Unterricht in der Mittelstufe findet durch Kooperation der gesellschaftswissenschaftlichen Fächer Geschichte, Geographie und PGW sowie der naturwissenschaftlichen Fächer Physik, Chemie und Biologie statt. Um die zielgerichtete Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fächern zu ermöglichen, wurden die inhaltlichen und kompetenzorientierten Ziele der Bildungspläne miteinander abgestimmt.

Nicht alle von den Bildungsplänen der Projektfächer geforderten Inhalte eignen sich für gemeinsame Projekte. Die beteiligten Fächer kooperieren daher nur dann, wenn inhaltliche bzw. methodische Synergieeffekte erzielt werden können. Für die organisatorisch aufwändigeren Projektvorhaben sind eigene Projekttage vorgesehen, in den die Schülerinnen und Schüler angeleitet experimentieren und forschen können. Die übrigen Projektvorhaben finden im Rahmen des regulären Unterrichts statt.

Während nicht-projektgebundener Unterrichtsabschnitte vertiefen die Projektfächer ihre fachspezifischen Inhalte und Kompetenzen. Auch lose Kooperationen mit anderen Fächern (z.B. Fremdsprachen, Kunst) bzw. zwischen anderen Fächern sind möglich.

Folgende Projektthemen und Fächerkooperationen bestehen derzeit regelmäßig am Gymnasium Hoheluft:

Stufe 8: Industrielle Revolution (PDF) (Geographie, Geschichte, Physik)
Konsumwelten (PDF) (Geographie, PGW)
Dorfgründung (PDF) (PGW)
Stufe 9 Boden (PDF) (Chemie, Geographie)
Stufe 10: Batterie (PDF) (Chemie, Physik)

Wahlpflichtbereich

Der Wahlpflichtbereich in der Mittelstufe ermöglicht es unseren Schüler*innen der Jahrgangsstufen 8 bis 10 interessengeleitet individuelle Schwerpunkte zu setzen. In Jahrgangsstufe 8 können im Wahlpflichtbereich zwei Stunden (drei Stunden, wenn Spanisch gewählt wird), in Jahrgangsstufe 9 sechs Stunden und in Jahrgangsstufe 10 sieben Stunden des wöchentlichen Unterrichtspensums nach persönlichen Interessen aus dem Fächerangebot ausgewählt werden. Folgende Wahlpflichtfächer werden am Gymnasium Hoheluft angeboten:

Klassenstufe 8 Wahl-Broschüre 8 (PDF)

Klassenstufe 9 Wahl-Broschüre 9 (PDF)

Klassenstufe 10 Wahl-Broschüre 10 (PDF)

Berufsorientierung in Jahrgang 8-10

Die Berufsorientierung wird ab der Mittelstufe bei uns fächerübergreifend thematisiert und berücksichtigt die Bedarfe sowohl der zukünftigen Abiturient*innen als auch derer, die nach Klasse 10 einen anderen als den bei uns am GHT möglichen Weg wählen.

In Jahrgang 8 wird auf das in Jahrgang 9 anstehende Betriebspraktikum vorbereitet. Hierzu finden im Deutsch- und Englischunterricht Reihen zum Bewerbungstraining sowie ein Besuch des Berufsinformationszentrums statt. Die Schüler*innen des Jahrgangs 9 geben in der Veranstaltung „9 trifft 8“ ihre Erfahrungen und Tipps aus dem eigenen Praktikum an die 8er weiter.

In Jahrgang 9 folgt sodann das zweiwöchige, verpflichtende Betriebspraktikum, bei dem die Schüler*innen von ihren Lehrer*innen und der Koordinatorin für Berufs- und Studienorientierung begleitet, weiter vorbereitet und besucht werden. Sobald die Schüler*innen wieder in die Schule zurückkehren, findet die Veranstaltung „Willkommen zurück!“ zur gemeinsamen Reflexion des Erlebten statt. Die PGW-Unterrichtsreihe „Zukunft der Arbeit“ nähert sich kritisch-nachdenklich dem Thema der veränderten Anforderungen in der Arbeitswelt an.

In Jahrgang 10 gibt es seit dem Schuljahr 2019/2020 eine Neuerung, die mit großer Begeisterung von der Schulgemeinschaft aufgenommen wurde: Unsere Schüler*innen freuen sich darauf, ein zweites zweiwöchiges Praktikum machen zu können! Dieses Mal mit einem Fokus auf den sozial-ökologisch-kulturellen Bereich. Ein klares JA zu noch mehr Orientierung in der Berufsfindung.
Wer nun das GHT nach der Klasse 10 voraussichtlich verlässt, hat natürlich weitere, dringende Fragen. Wir begleiten unsere Schüler*innen und ihre Eltern in Perspektivgeprächen, machen z.B. einen Bewerbungsmappencheck, stellen Kontakte her, ermöglichen Beratungsgespräche im Haus in Kooperation mit der Jugendberufsagentur, stellen Informationen bereit, organisieren den Besuch von Ausbildungsmessen und zeigen auch gern die vielfältigen, weiteren Wege im schulischen Bereich auf.
Sehr freudig erwarten wir im Laufe des Schuljahres 2019/2020 die Fertigstellung unseres neuen Beratungszentrums, in dem sowohl die Schulsozialarbeit als auch die Berufs- und Studienberatung untergebracht sein werden.



Sozial-ökologisch-kulturelles Praktikum in Jahrgangsstufe 10

Es ist uns ein Anliegen, Schüler*innen einen Einblick in vielfältige Tätigkeitsfelder außerhalb der Schule zu ermöglichen. Neben dem Betriebspraktikum in Jahrgangsstufe 9 wird am GHT in Jahrgangsstufe 10 ein zweiwöchiges Praktikum im sozialen, ökologischen oder kulturellen Bereich durchgeführt.

Nach den Überprüfungen und direkt vor den Sommerferien engagieren sich unsere Schüler*innen bspw. in einem Pflegeheim, unterstützen einen biologischen Landwirtschaftsbetrieb oder arbeiten in einem Kulturzentrum mit. Auch ein weiteres ökonomisches Praktikum kann nach Rücksprache gewährt werden, wenn dies zur vertieften Berufs- und Studienorientierung beiträgt. .

Klassenraumkonzept 8-10 im Neubau

Der größte Teil der Kinder hat gelernt, eigen-ständig zu arbeiten. Die Schüler*innen wollen Rückmeldung zu ihrem Tun. Die Gewissheit, dass Lehrkräfte sie in ihrem Lernprozess beglei-ten und Störungen begrenzen sind wichtig. Trotzdem ist es gut, die Erfahrung zu machen, dass sie schon viel allein schaffen.

Es gibt Schüler*innen, die sich hervorragend selbst organisieren können. Der unmittelbar regelnde Eingriff der Lehrer*innen ist kaum notwendig, Hilfe und Unterstützung organi-sieren sich die Schüler*innen selbstbewusst und mit gutem Gespür, für das eigene Ver-mögen. Sie genießen es unabhängig von den Erwachsenen erfolgreich zu arbeiten.

Einige wenige Kinder tuen sich noch schwer, nur auf der Grundlage der eigenen Motivation konzentriert und verlässlich zu arbeiten. Es ist sinnvoll und hilfreich, dass die Lehrkraft in un-mittelbarer Nähe den Lernprozess sichert und gegenseitige Störungen minimiert.

Das Raumkonzept nimmt auf diese unterschiedlichen Bedarfe und Entwicklungs-stände Rücksicht. Es gibt 60 qm große Räume sowie unterschiedliche Differenzie-rungsflächen in unmittelbarer Nachbarschaft oder gut erreichbar in der Nähe.